Hintergründe und Informationen zu Biodiesel
Der praktische Einsatz
Beim praktischen Einsatz von BIODIESEL in serienmäßigen Dieselmotoren sind einige Hinweise zu beachten, die einen auf Dauer reibungslosen Betrieb garantieren sollen.
So soll nach einigen Tankfüllungen BIODIESEL, die nach dem Gebrauch von herkömmlichem Diesel getankt werden, der Kraftstofffilter ausgewechselt werden.
Da sich BIODIESEL wie ein Lösungsmittel verhält, können Dieselkraftstoffrückstände zu Filterverstopfung führen.
Aus dem selben Grund sollten auch die mit Biodiesel in Berührung gekommenen Flächen umgehend abgewischt werden.
Manche Gummi- und Kunststoffmaterialien sind unter Umständen bei längerem Gebrauch nicht beständig gegenüber BIODIESEL. Es kann daher vorkommen, dass z.B. Kraftstoffschläuche aufquellen. Abhilfe können hier Schläuche aus Fluorkautschuk liefern, die bereits in einer Reihe von Fahrzeugen serienmäßig eingesetzt werden.
Eine regelmäßige Kontrolle des Kraftstoffsystems und gegebenenfalls das Auswechseln gegen beständiges Material können preiswert und schnell durchgeführt werden.
Ein letzter Hinweis gilt noch dem verwendeten Motoröl. In seltenen Fällen kann es zu einer Verdünnung des Motoröls mit Kraftstoff kommen. Dies tritt jedoch in der Regel nur dann auf, wenn der Motor über längere Zeit mit schwacher Belastung gefahren wird.
Ölwechselintervalle sollten daher nach Herstellerangaben eingehalten werden. Es empfiehlt sich der Einsatz von High-Tech-Motorölen.
Sonnenkraftstoff
Fossile Energierohstoffe sind nur begrenzt verfügbar. Ihr Einsatz muss durch erneuerbare Energien reduziert werden. Ölpflanzen können hierbei helfen, denn sie speichern in ihrem Pflanzenöl die wertvolle Sonnenenergie. In Deutschland ist der leuchtend gelb blühende Raps der bedeutendste Lieferant von Pflanzenöl, das durch eine einfache chemische Reaktion zu BIODIESEL umgewandelt wird. Je Hektar werden ca.1.200 Liter Pflanzenöl und gleichzeitig 10,6 Mio. Liter Sauerstoff produziert- der Jahresbedarf von 40 Menschen.
Einige Fakten zum BIODIESEL:
- BIODIESEL gibt weitestgehend nur soviel CO2 ab, wie die Pflanze bei Ihrem Wachstum aufgenommen hat.
- BIODIESEL enthält keinen Schwefel, trägt also nicht zum Sauren Regen, zum Waldsterben und zu Schäden an Baudenkmälern bei.
- BIODIESEL wird biologisch schnell abgebaut und reduziert dadurch die Gefahr für Boden und Grundwasser bei Transport, Lagerung und Anwendung.
- BIODIESEL wird nicht als Gefahrgut klassifiziert und ist in die Wassergefährdungsklasse 1 eingestuft.
- BIODIESEL und herkömmlicher Diesel können technisch problemlos wechselseitig getankt werden.
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